Fussnoten und ausgewählte literatur
Fußnoten
- in einem Interview geführt von Pierre v. Paasen, Toronto
Daily Star, 28. Oktober 1938, zit. nach H.M. Enzensberger (1972): "Der
kurze Sommer der Anarchie -Buenaventura Durrutis Leben und Tod",Frankfurt/M.,
Suhrkamp, S. 173.
- Bracher "Zusammenbruch von Versailles und Zweiter Weltkrieg",
S. 419 in: G. Mann (Hg.) Propyläen Weltgeschichte - Eine Universalgeschichte
in 10 Bänden. Bd. 9 Das zwanzigste Jahrhundert, Berlin - Frankfurt/M.
1960
- Alle Angaben finden sich bei Broué/Témime
(1961): "Revolution und Krieg in Spanien - Geschichte des spanischen
Bürgerkrieges in zwei Bänden", Frankfurt/Main, Surhrkamp 1968,
36ff.
- Broué/Témime: S.38.
- Brenan (1950): "Die Geschichte Spaniens - histor. u.
polit. Hintergründe d. span. Bürgerkrieges", Berlin 1978, Karin
Kramer Verlag, S. 143.
- auch hier stütze ich mich im wesentlichen auf Broué/Témime:
S. 41-43.
- Souchy (1955): "Nacht über Spanien - Anarcho-Syndikalisten
in Revolution und Bürgerkrieg 1936-39, Ein Tatsachenbericht",Grafenau,
Trotzdem Verlag 1992 , S. 22.
- Broué/Témime: S. 43-45
- vgl. hierzu auch: Souchy, a.a.O., S. 23f.
- vgl. zum gesamten vorangehenden Abschnitt: Schumann/Auweder
(s. Besprechung): "A Las Barricadas", S.13 ff.
- ich stütze mich hier auf Brenan: a.a.O., S 161ff.,
sowie Broué/Témime: a.a.O., S.63ff.
- vgl. hier und im folgenden Souchy, a.a.O., S. 91ff.
- Souchy, a.a.O., S. 93.
- Broué/Témime: a.a.O., S.63.
- zit. nach Broué/Témime: a.a.O., S. 66.
- vgl. hierzu neben der bereits erwähnten Literatur:
Hobsbawm(1959): "Sozialrebellen - Archaische Sozialbewegungen im 19.
und 20 Jahrhundert", S. 104-126, Neuwied, Luchterhand Verlag, 1962
- Broué/Témime: a.a.O., S. 92-96
- Broué/Témime: a.a.O., S. 52-55
- Broué/Témime: a.a.O., S. 101
- Broué/Témime: a.a.O., S. 124
- Brenan, a.a.O., S.361 ebenso Broué/Témime:
a.a.O., S. 124ff./134
- Broué/Témime: a.a.O., S. 134. Frank Pitcairn,
der als Korrespondent für die linke englische Zeitung 'Daily Worker'
den spanischen Bürgerkrieg beobachtete und später in die Volksmiliz
eintrat, schildert die Kämpfe so: "Wenn ich heute zurückschaue,
so scheint es mir, als ob die Lage der Männer und Frauen, die an diesem
Morgen aufgesprungen waren, um sich und ihre Städte gegen den Angriff
der Armee zu verteidigen, vollkommen hoffnungslos gewesen sein mußte.
Nicht so dagegen für die schläfrigen und größtenteils
unbewaffneten Männer, welche die Montagna-Kasernen in Madrid gegen alle
die Gewehre und Maschinengewehre der größten spanischen Garnison
angriffen. Es kam ihnen nicht in den Sinn, daß sie nach allen Regeln
der Kriegskunst diese Kasernen niemals einnehmen könnten. Sie nahmen
sie ein. Beim Eindringen sahen sie zwanzig oder dreißig Offiziere
mit großen Maschinenpistolen hinter einer Brustwehr aufgestellt. Die
Gesichter der Offiziere waren ganz grün. Sie zitterten nicht bloß
vor Furcht, sondern auch vor Erstaunen über den gewaltigen Heldenmut
von Leuten, die sich gegen die Maschinengewehrstellungen und die Infanterieschützen
geworfen und sich durch Hindernisse Bahn gebrochen hatten, die unüberwindlich
schienen." F. Pitcairn (1936): "Als Reporter und Mitkämpfer
im Spanischen Bürgerkrieg", Universum-Buchgesellschaft, o.J. (Hervorhebungen
von mir A.K.)
- durchgängig in der Literatur zu finden, nur zwei Beispiele
Broué/Témime: a.a.O., S. 150 und Souchy, a.a.O., S. 81
- Souchy, a.a.O., S. 97
- Souchy, a.a.O., S. 97ff.
- Im Verlag Edition Nautilus ist 1993 eine umfangreiche,
opulent ausgestattete Biographie Durrutis erschienen: A.Paz (1978): "Durruti
- Leben und Tode des spanischen Anarchisten"
- Broué/Témime: a.a.O., S. 190f.
- Souchy, a.a.O., S. 153ff., Gaston Leval (1971) beschreibt
die Kollektive in allen Einzelheiten "Das libertäre Spanien - Das
konsruktive Werk der Spanischen Revolution (1936-1939)", Verlag Association
1976, v.a. S. 79-212
- Nur ein Beispiel von vielen Leval (1971), S. 95f.
- Souchy, a.a.O., S. 139f.
- Souchy, a.a.O., S. 138f.
- Souchy, a.a.O., S. 125
- Mariano Cardona Rosell (CNT) (1937) "Drei Gewißheiten",
abgedruckt in: Schumann/Auweder, a.a.O. S. 60
- Broué/Témime: a.a.O. S. 155
- Broué/Témime: a.a.O. S. 157, sowie Schumann/Auweder,
a.a.O. S. 54ff.
- Diese Haltung blieb selbstverständlich innerhalb der
CNT nicht unwidersprochen. Ausführlich wird dieses Thema behandelt in
Schumann/Auweder, a.a.O., vor allem von C. Berneri "Achtung: Scharfe
Kurve"(1936) und "Offener Brief an die Genossin Federica Montseny"(1937)
S. 83-91
- vgl. hierzu Broué/Témime: a.a.O. S. 468-475
- 1. Phase: Nichteinmischungsphase vom Juli - Oktober 1936,
2. Phase: Interventionsphase vom Oktober 1936 - März 1938, 3. Phase:
Rückzugsphase ab März 1938, vgl. Schumann/Auweder, a.a.O. S. 134
- Broué/Témime: a.a.O. S. 466
- Schumann/Auweder, a.a.O. S. 134
- So schrieb die Prawda schon am 17. Dezember 1936 (einen
Tag nach dem erzwungenen Rücktritt Andres' Nins (POUM)): "Der Reinigungsprozeß
gegen die Trotzkisten und Anarchosyndikalisten hat in Spanien begonnen. Er
wird mit der gleichen Energie durchgeführt werden wie in der Sowjetunion.",
zit. nach Souchy, a.a.O., S. 192.
- vgl. hierzu A. Souchy (1937): "La Semana Tragica de
Barcelona - Tragische Woche im Mai" in: Schumann/Auweder, a.a.O. S.153-199.
- die im übrigen bis zu ihrem Lebensende über die
Richtigkeit ihrer Entscheidung, in die Regierung einzutreten, zweifelte. Vgl.
taz vom 18.01.1994, S. 11
- Enzensberger (1972), S.235.
- Schumann/Auweder, a.a.O. S. 149f.
- Diese schöne Formulierung habe ich von Theodor W.
Adorno übernommen: "Minima Moralia - Reflexionen aus dem beschädigten
Leben",Frankfurt/M, suhrkamp verlag 1951,S.67.
- vgl. taz vom 16.07.1996, S. 6
- Der US-Ökonom Lester C. Thurow (1996) "Die Zukunft
des Kapitalismus", Düsseldorf /München, Metropolitan-Verl.,
beschreibt kühl die Tatsachen: "Unsere Wirtschaft braucht eine große
Gruppe unserer Bürger einfach nicht, will sie nicht oder weiß nicht,
was sie mit ihnen anfangen soll.", S.50.
- Womit nicht gesagt ist, daß der neue Faschismus das
Gesicht des alten trägt.
- Leider vergriffen ist: Cornelia Krasser & Jochen Schmück
"Frauen in der Spanischen Revolution 1936-1939", Libertad Verlag
Berlin 1984.
Ausgewählte Literatur:
Die beiden wichtigsten Bücher zu Bürgerkrieg und Revolution
in Spanien stellen meiner Meinung nach die Werke von Pierre Broué/Émile
Témime ("Revolution und Krieg in Spanien - Geschichte
des spanischen Bürgerkrieges in zwei Bänden", Suhrkamp
Verlag, Frankfurt/M, ISBN 3-518-27718-9, 32,- DM) und Augustin
Souchy ("Nacht über Spanien - Anarcho-Syndikalisten
in Revolution und Bürgerkrieg 1936-39, Ein Tatsachenbericht",
Neuauflage im Trotzdem Verlag, Grafenau, 1992, ISBN 3-922209-51-3,
DM 20,-) dar. Desweiteren zu empfehlen sind George Orwells
Erlebnisbericht ("Mein Katalonien - Bericht über
den Spanischen Bürgerkrieg", Diogenes Verlag, Zürich,
ISBN 3-257-22919-4, 1996 als Sonderausgabe zum Preis von 10,-
DM neuaufgelegt) und die beiden unten besprochenen Bücher
aus dem Trotzdem Verlag.
Schumann/Auweder (Hg.)(1987): "A LAS BARRICADAS - Triumph
und Scheitern des Anarchismus im Spanischen Bürgerkrieg",
Trotzdem Verlag, Grafenau, ISBN 3-922209-23-8, DM 22,-
Die Texte der Herausgeber bieten einen geschichtlichen Abriß
der CNT/FAI und beleuchten ihre Rolle im spanischen Bürgerkrieg.
Im Vordergrund steht die Diskussion um die Gleichzeitigkeit von
Revolution und Bürgerkrieg, die zum Beispiel von den Kommunisten
entschieden bekämpft wurde. Umrahmt wird die Geschichte der
CNT/FAI mit Originaltexten von Mitgliedern der CNT/FAI und der
POUM, die sich vehement wehren gegen die Mainstream-Funktionäre
in den eigenen Reihen und die Arbeiterverräter der PCE, die
ja im historischen Rückblick die Revolution aus den eigenen
Reihen erdolchten. Neben einem bisher unveröffentlichtem
Text A. Souchys über die Mai-Ereignisse in Barcelona bietet
der Band eine umfangreiche, Chronologie der Ereignisse.
Kleinspehn/Mergner (Hg.): "Mythen des Spanischen Bürgerkriegs"
Trotzdem Verlag, Grafenau, ISBN 3-922209-24-6, DM 26,-
Dieser Band bietet wichtige Texte zu Einzelthemen des Spanischen
Bürgerkriegs - auch zu solchen, die ich in meinem Text aus
Platzgründen nicht bearbeitet habe. Am wichtigsten erscheinen
mir die Texte zur Rolle der Frauen in der Spanischen Revolution,
da in der allgemein vorliegenden Literatur dieses Thema eher am
Rande bis gar nicht behandelt wird (50). Es ist aber nach Lektüre
der Texte von Friederike Kamann und Karin Buselmeier davon auszugehen,
daß die soziale Befreiung der Frau im Alltag weit weniger
gediehen war, als man es von einer emanzipativen Bewegung, wie
der anarchistischen in Spanien annehmen könnte. Es existierte
zwar eine libertäre Frauenorganisation - die Mujeres Libres
- doch der politische Einfluß der Frauen war in der kurzen
Zeit der Revolution äußerst begrenzt. Auch im ökonomischen
Sinne wurden die Frauen ungleich behandelt, so wurden zumindest
in einigen Kollektiven niedrigere Löhne an Frauen als an
Männer ausgezahlt. In den Milizen allerdings waren Männer
und Frauen (formal) gleichgestellt. Frauen durften ebenso kämpfen
wie die Männer - waren also mitnichten nur für die Küche
zuständig. Die Konfrontation der Mythen mit den gesicherten
Tatsachen ist ein wertvoller Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte
der Spanischen Revolution.